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Am 17. Februar 2021 beginnt die 20. After-Faschings-Party:-)

Seit nunmehr 20. Jahren zelebriere ich selbst die After-Faschings-Party. Sie ist ganz einfach umzusetzen und es funktioniert hervorragend!

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Gesunde Ernährung

Intervallfasten – Stunden zählen statt Kalorien

(BZfE) - Die Hitliste der guten Vorsätze fürs neue Jahr wird laut Statista angeführt von „gesünder ernähren“ (52%), „mehr Sport treiben“ (47%) und „abnehmen“ (38%). Was das Abnehmen betrifft, so erfreut sich das Intervallfasten offensichtlich großer Beliebtheit, abzulesen an der Vielzahl wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Publikationen in den vergangenen Jahren. Trotz der Vielzahl an veröffentlichten Arbeiten steht die Ernährungsmedizin immer noch am Beginn der Aufklärung der möglichen Mechanismen und gezielten Anwendungen des Intervallfastens. Als Intervallfasten – in wissenschaftlichen Publikationen auch als intermittierendes Fasten bezeichnet – werden unterschiedliche Ernährungsprotokolle beschrieben, die aus abwechselnden Fasten- und Essperioden bestehen. Professorin Krista Varady, Universität Illinois, ist eine der Wissenschaftlerinnen, die sich mit ihrer Forschungsgruppe sehr intensiv in Studien mit dem intermittierenden Fasten auseinandergesetzt hat. Auf der virtuellen Jahrestagung der Europäischen Diabetesgesellschaft, die im Herbst 2020 stattfand, definierte sie Intervallfasten als Überbegriff für drei verschiedene Formen des intermittierenden Fastens, die sich auch am häufigsten in der Literatur finden: Beim zeitlich begrenzten Fasten isst man zum Beispiel nur innerhalb von 8 Stunden eines Tages und fastet die anderen 16 Stunden. Oder man isst nur innerhalb von 6 Stunden und fastet 18 Stunden oder man isst innerhalb von 4 Stunden und fastet 20 Stunden. Das 5:2 Protokoll bedeutet 5 Tage Essperiode und 2 Tage Fastenperiode und beim „alternate-day-fasting“ isst man einen Tag und am nächsten Tag versucht man möglichst wenig Nahrung aufzunehmen. Je nach Studie ist auch die Definition der Fastenperiode unterschiedlich – von 0 Kilokalorien (kcal) bis zu etwa 700 kcal pro Fastenperiode. Dagegen werden während der Essperioden meistens keine Einschränkungen definiert, was die Qualität und Quantität der Nahrung betrifft. Dabei sind sich aber die meisten Wissenschaftler in diesem Bereich einig, dass eine ausgewogene Ernährung während der Essperioden die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung deutlich reduziert. Varady ermittelte, dass 8 Stunden essen und 16 Stunden fasten nicht so effektiv sind, wie wenn man 6 Stunden isst und 18 Stunden fastet oder auch 4 und 20 Stunden. Zwischen dem 6-stündigen und 4-stündigen Essen gab es keinen großen Unterschied. Im Vergleich zu Kontrollen haben beide Gruppen deutlich Gewicht verloren. Interessant auch: Egal ob man 18 oder 20 Stunden fastet – nicht nur das Gewicht verbessert sich, sondern auch verschiedene metabolische Parameter. Der Insulinspiegel sinkt, die Insulinresistenz und der oxidative Stress verbessern sich, der Blutdruck sinkt und auch die Lipidwerte bessern sich. Manchmal verändern sich diese Parameter auch ohne dass es zu einer Gewichtsabnahme kommt. Dass das 8:16-Konzept keine Auswirkung auf das Gewicht hat, ermittelte eine Gruppe von US-Wissenschaftlern um Doktor Dylan A. Lowe, University of California, jüngst in einer Studie. Untersucht wurden 116 Männer und Frauen mit einem Body-Mass-Index von 27 bis 46. Die Kontrollgruppe bekam lediglich die Anweisung, täglich drei Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Beide Gruppen verloren im Schnitt dabei etwas Gewicht. Ein bekannter Effekt, erklärt der Ernährungsepidemiologe Dr. Tilman Kühn, Universität Belfast, der selbst bereits eine größere deutsche Studie zum Intervallfasten geleitet hat: „Auch in diesen Kontrollgruppen tut sich etwas, das liegt an Verhaltensänderungen, wenn man sich beobachtet fühlt. Das ist der Studieneffekt.“ Deshalb, so Kühn, seien Ergebnisse nur dann aussagekräftig, wenn es dabei einen klaren Unterschied zwischen beiden Gruppen gebe. Bei vielen Studien zum Intervallfasten findet durch das Ernährungsprotokoll meist auch eine ungewollte kalorische Reduktion statt, so der Molekularbiologe Dr. Slaven Stekovic, Universität Graz. Diese könne 25 bis 40 Prozent der durchschnittlichen täglichen Kalorieneinnahme ausmachen. Somit bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil der bisher identifizierten Effekte des Intervallfastens nicht durch die periodische Natur der Diät, sondern durch die ungewollte Kalorienrestriktion entstehe. Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass – wie eingangs gesagt – die Medizin erst am Anfang von Erklärungen steht. Die gute Nachricht: Bisherige Studien konnten keine negativen Effekte des Intervallfastens nachweisen, so Stekovic. Allerdings könne es neben einer Reduktion von Fettgewebe auch zu einem Verlust an Muskelmasse kommen. Dieser könnte durch ein ergänzendes, gezieltes Muskeltraining verhindert werden. Ein großer Vorteil des Intervallfastens ist die einfache Durchführbarkeit: keine komplizierten Gerichte, kein Kalorienzählen. Für welche Variante man sich auch immer entscheiden mag – wünschenswert wäre natürlich eine langfristige Ernährungsumstellung hin zu einer ernährungsphysiologisch günstigen Lebensmittelauswahl. Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de BZfE-Newsletter Nr. 2 vom 13. Januar 2021

Startschuss für den Nutri-Score in Deutschland

(BZfE) – In Deutschland ist es ab November 2020 möglich, den Nutri-Score, eine vereinfachte, farblich unterlegte Darstellung der Nährwertqualität von Lebensmitteln zusätzlich auf dem Etikett abzubilden. Der Bundesrat hat am 9. Oktober 2020 einer Verordnung der Bundesregierung zugestimmt, die Lebensmittelunternehmen künftig die rechtssichere Verwendung des Nutri-Score ermöglicht. Auf diese Weise ist der Weg dafür geebnet, dass das freiwillige Logo künftig auf immer mehr Lebensmitteletiketten zu finden sein wird. Der Sinn und Zweck dahinter: Der Nutri-Score ermöglicht Verbrauchern einen Nährwertvergleich auf einen Blick und dient als schnelle Entscheidungshilfe beim Einkauf. Welcher Fruchtjoghurt hat im Vergleich den günstigeren Nährwert? Verbessern Trockenfrüchte im Müsli dessen Nährwertqualität? Für solche Produktvergleiche innerhalb einer Lebensmittelkategorie liefert der Nutri-Score leicht verständliche Antworten in fünf Stufen: Ist ein Lebensmittel reich an günstigen Nährwerteigenschaften erhält es ein grün unterlegtes A – den positivsten Nutri-Score. Eine mittlere Nährwertqualität zeigt ein gelb unterlegtes C an. Das Schlusslicht der Bewertung bildet ein rot unterlegtes E für Lebensmittel, die den vergleichsweise ungünstigsten Nährwert aufweisen und sparsam verzehrt werden sollten. Der Nutri-Score ergänzt die Nährwerttabelle, die für nahezu alle verpackten Lebensmittel nach der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung vorgeschrieben ist. Lebensmittel, die keine Nähwerttabelle tragen müssen – etwa Äpfel in Fertigpackungen oder Unverpacktes beim Bäcker oder auf dem Wochenmarkt – dürfen den Nutri-Score auch tragen. Allerdings nur, wenn sie auf freiwilliger Basis mit einer Nährwerttabelle ausgestattet sind. Auch in der Werbung, etwa im Onlinehandel, darf der Nutri-Score genutzt werden – jedoch nur für Lebensmittel, die das Logo tatsächlich auch auf dem Etikett tragen. Platziert werden muss der Nutri-Score auf der Produktvorderseite im unteren Drittel der Packung. Das bestimmt die neue nationale Regelung mit Verweis auf die im europäischen Markenrecht verankerten Nutzungsbedingungen des Logos. Diese bestimmen eine weitere wichtige Regel für jedes Unternehmen, das den Nutri-Score nutzen will – egal, ob in Deutschland, Frankreich oder anderswo: Wer den Nutri-Score für eine seiner Produktmarken nutzt, muss nach einer Übergangsphase alle Produkte dieser Marke damit kennzeichnen – egal, wie das Nährwerturteil ausfällt. Es dürfen nicht allein diejenigen Produkte einer Marke gekennzeichnet werden, deren Nährwertzusammensetzung ohnehin günstig ist. Dr. Christina Rempe, www.bzfe.de BZfE-Newsletter Nr. 42 vom 14. Oktober 2020

Kaffee mal gelobt, mal verteufelt

(BZfE) – Um unser Lieblingsgetränk Kaffee ranken sich eine ganze Reihe von Mythen. Mal soll das Getränk positive Effekte haben, mal negative. Was stimmt nun? In einem im „New England Journal of Medicine“ erschienenen Review haben Wissenschaftler die gesundheitlichen Effekte des Genussmittels genauer beleuchtet. Dabei ist es immer wichtig klar zu differenzieren: Was auf Koffein zutrifft, muss nicht für Kaffee gelten und umgekehrt. Koffein hält zwar kurzzeitig wach und wirkt sich kurzzeitig auch durchaus positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Aber, „Koffein kann den Leistungsabfall nach länger andauerndem Schlafdefizit nicht kompensieren“, machen die Wissenschaftler in ihrem Beitrag deutlich. Wenn Kaffee später am Tag getrunken wird, könne sich das auf die Schlafqualität negativ auswirken, warnen die Wissenschaftler. Koffein ist nicht per se ungefährlich. Wie so oft macht die Dosis das Gift. In einer sehr hohen Dosis könne Koffein Angst, Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit und Erregung erzeugen, erinnern die Review-Autoren. Mit derartigen Nebenwirkungen ist ab Dosen von 1,2 Gramm oder höher zu rechnen. Zum Vergleich: Eine Tasse Espresso enthält 63 Milligramm Koffein, ein Energy Drink für gewöhnlich 80 Milligramm (je nach Marke). Tödlich kann Koffein ab einer Dosis von 10 bis 14 Gramm sein. Eine Vergiftung durch klassische Koffeingetränke wie Kaffee oder Tee ist nach Ansicht der Wissenschaftler deshalb sehr unwahrscheinlich. Hierzu müsste man 75 bis 100 Tassen Kaffee in kurzer Zeit trinken. Gefährlicher sind Energy Drinks, vor allem wenn diese mit Alkohol gemischt werden. In Fallberichten wird über kardiovaskuläre, psychische und neurologische Komplikationen berichtet, bis hin zu Todesfällen. Ausgerechnet Kinder und Jugendliche – bei denen diese Getränke sehr beliebt sind – scheinen besonders anfällig für Koffein-bezogene Nebenwirkungen zu sein. In Studien hat sich die Befürchtung, dass Koffein den Blutdruck in die Höhe treibt nicht bewahrheitet: Selbst bei Menschen mit einer Hypertonie war Kaffee-Trinken mit keinem Blutdruckanstieg assoziiert. Eine solche Entwarnung können die Autoren aber nicht für andere koffeinhaltige Getränke geben. Koffein in Reinform scheint nämlich tatsächlich einen moderaten Blutdruckanstieg zu verursachen. Die Wissenschaftler vermuten, dass andere im Kaffee enthaltene Substanzen wie Chlorogensäure der blutdrucksteigenden Wirkung von Koffein entgegenwirken. Wie Kaffee sich auf den Cholesterinspiegel auswirkt, kommt offenbar auf die Zubereitung an. Das im Kaffee enthaltene Cafestol erhöht zwar die LDL-Werte. Die Konzentration des Stoffes ist allerdings nur im ungefilterten Kaffee so hoch, dass es sich auf den Lipidstoffwechsel im relevanten Ausmaße auswirkt. Aus kardiovaskulärer Sicht könnte deshalb das Trinken von Kaffee, zubereitet mit der French Press, Türkischer oder Skandinavischer Art, problematisch sein, falls in hohem Maße konsumiert. Die Bedenken, dass Kaffee nicht gut fürs Herz sei, sind unbegründet. Das Trinken von sechs Standardtassen Filterkaffee pro Tag hat sich aus kardiovaskulärer Sicht als unbedenklich herausgestellt, selbst für Patienten, die herzkrank sind. Ein moderater Konsum von drei bis fünf Tassen scheint sich sogar positiv auf das kardiovaskuläre Risiko auszuwirken. Es gibt Hinweise, dass Koffein die Insulinsensitivität zumindest kurzfristig reduziert. Der Konsum von Kaffee hat dagegen keinen Einfluss auf die Insulinresistenz. In Studien war regelmäßiges Kaffee-Trinken sogar mit einem geringen Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes assoziiert, der Zusammenhang war dosisabhängig. Ein hoher Koffein-Konsum könne zwar die Urinausscheidung stimulieren. Es hätten sich aber selbst bei längerer Einnahme moderater Dosen keine negativen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt feststellen lassen, entkräften die Wissenschaftler die weit verbreitete Befürchtung. Erkenntnisse zum Zusammenhang von Kaffeekonsum und Krebs fassen die Autoren so zusammen: „Die Ergebnisse vieler prospektiver Kohortenstudien lieferten starke Evidenz, dass der Konsum von Kaffee mit keinem Anstieg der Krebs-Inzidenz oder einer erhöhten Todesrate durch Krebs assoziiert ist.“ Menschen, die auf Kaffee verzichten um länger zu leben, sind nach der aktuellen Datenlage eher auf dem Holzweg. In Studien ging der Konsum von zwei bis fünf Standardtassen täglich mit einer geringeren Mortalität einher. Doch Vorsicht: Die gesundheitsfördernden Effekte des Getränks sind nicht unbedingt auf das Koffein zurückzuführen, treffen also nicht auf andere koffeinhaltige Getränke zu. Zu hohe Koffeindosen können – wie oben beschrieben – schädlich sein. Als Fazit lassen sich die Erkenntnisse der Autoren des Reviews so zusammenfassen: Sie empfehlen Erwachsenen, ihre Koffeinzufuhr auf maximal 400 Milligramm pro Tag zu begrenzen; das entspricht etwa sechs Tassen Espresso oder vier Tassen Filterkaffee. Die Wissenschaftler weisen jedoch auch darauf hin, dass die Reaktionen auf Koffein von Person zu Person stark variieren und von unterschiedlichen Faktoren abhängen. Rauchen etwa beschleunigt den Koffeinmetabolismus, während orale Kontrazeptiva die Halbwertszeit verdoppeln. In der Schwangerschaft verlangsamt sich der Koffeinmetabolismus, weshalb die Koffein-Spiegel stark steigen können. Schwangere und stillende Mütter sollten deshalb maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag zu sich nehmen. Bei Energy Drinks sollte auf den Koffeingehalt geachtet werden, von Sorten mit hohem Anteil (über 200 Milligramm) und der Kombination mit Alkohol raten die Wissenschaftler ab. Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de, BZfE-Newsletter Nr. 37 vom 9. September 2020

MULTIPLE SKLEROSE: Das beste Medikament gegen Nervenabbau kostet nichts!

Egal ob körperliche Aktivität oder Sport – Bewegung ist auch für MS-Patienten ein absolutes Muss! Ist das Fitnesslevel gering, sollte der Körper zunächst für körperliche Belastungen sensibilisiert werden. Wichtig ist, dass die Erschöpfung nach einer Trainingsbelastung nicht mit der Fatigue, dem krankheitsbegleitenden Müdigkeitsgefühl, verwechselt wird. Der Einfluss von Bewegung auf das Immunsystem (Antientzündung bei regelmäßiger Aktivität!) und das zentrale Nervensystem (Gehirnstoffwechsel) ist so vielseitig und förderlich, dass Sport und körperliche Aktivität ein integraler Bestandteil der ganzheitlichen klinischen MS-Behandlung werden sollte. Auch intensive Belastungen dürfen bei entsprechendem Fitnesslevel regelmäßig stattfinden! Quelle: Deutsche Trainer Akademie vom 6. März 2020

Schlaganfall - Wie die Ernährung das Risiko beeinflusst

(BZfE) – Wer sich ballaststoffreich mit viel Obst und Gemüse ernährt, hat vermutlich ein geringeres Risiko für einen Schlaganfall. Allerdings trifft das nicht auf jede Form der Erkrankung zu, erklären Wissenschaftler der University of Oxford. Sie hatten Daten der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ (EPIC)-Studie ausgewertet, an der Menschen in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern teilgenommen hatten. Schlaganfall ist die weltweit zweithäufigste Todesursache. Es werden zwei Formen unterschieden – der ischämische und der hämorrhagische Schlaganfall. Bei einem ischämischen Schlaganfall bildet sich ein Blutgerinnsel und blockiert eine Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Ein hämorrhagischer Schlaganfall ist deutlich seltener (15 % der Fälle). Er entsteht, wenn Blutungen im Gehirn benachbarte Zellen schädigen. Für die Studie werteten die Wissenschaftler Daten von mehr als 418.000 Männern und Frauen mittleren Alters aus. Die Probanden machten zu Beginn der Studie ausführliche Angaben zur medizinischen Vorgeschichte und ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten im vergangenen Jahr. Während des Beobachtungszeitraums von knapp 13 Jahren wurde bei 4.281 Teilnehmenden ein ischämischer Schlaganfall und bei 1.430 Teilnehmenden ein hämorrhagischer Schlaganfall festgestellt. Eine Ernährung mit reichlich Ballaststoffen, Obst und Gemüse, aber auch Milch, Käse und Joghurt war mit einem geringeren Risiko für einen ischämischen, nicht aber hämorrhagischen Schlaganfall verbunden. Konkret sank das Risiko pro 10 g zusätzliche Ballaststoffe in der täglichen Nahrung um 23 Prozent. Für die Berechnung wurden Ballaststoffe aus verschiedenen Quellen wie Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen berücksichtigt. Allein durch den Obst- und Gemüseverzehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit pro 200 g täglich um 13 Prozent. Ein höherer Konsum von Eiern stand dagegen mit einem hämorrhagischen Schlaganfall in Zusammenhang. Pro 20 g Eier täglich stieg das Risiko um ein Viertel, wobei ein großes Ei etwa 60 g wiegt. Noch ist nicht klar, wie die Ernährung das Schlaganfallrisiko im Detail beeinflusst. Vermutlich wirken sich Ballaststoffe positiv auf Blutdruck und Cholesterinspiegel aus, erklären die Wissenschaftler im „European Heart Journal“. Bei Obst und Gemüse könnte zusätzlich der Gehalt an Kalium und Folsäure eine Rolle spielen. Allerdings handelt es sich um eine reine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Daher müssen die Ergebnisse noch durch weitere Studien bestätigt werden. Ernährungsexperten empfehlen, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen. Das entspricht rund 400 g Gemüse und etwa 250 Gramm Obst. Der Richtwert für Ballaststoffe liegt bei 30 Gramm am Tag. Dieser Wert lässt sich zum Beispiel mit drei Scheiben Vollkornbrot, einer Portion Früchtemüsli, zwei mittelgroßen Möhren oder einem Apfel erreichen. Heike Kreutz, www.bzfe.de, BZfE-Newsletter Nr. 10 vom 4. März 2020

Am 26. Februar 2020 beginnt die 19. After-Faschings-Party:-)

Seit 19. Jahren zelebriere ich selbst die After-Faschings-Party. Sie ist ganz einfach umzusetzen und es funktioniert hervorragend!

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Gesunde Ernährung

Im Alter geistig fit bleiben

(BZfE) – Wer regelmäßig Walnüsse in seinen Speiseplan einbaut, bleibt im Alter eventuell länger geistig fit. Vor allem Risikogruppen wie Raucher können davon profitieren. Das lässt eine Studie vermuten, an der knapp 640 geistig gesunde Probanden im Alter von 63 bis 79 Jahren beteiligt waren. Die Teilnehmer stammten aus Barcelona (Spanien) und Loma Linda (Kalifornien, USA). Die Testgruppe nahm für einen Zeitraum von zwei Jahren jeden Tag 30 bis 60 Gramm Walnüsse zu sich. Das entspricht ungefähr 15 Prozent der täglich aufgenommenen Energie. Die Kontrollgruppe verzichtete auf Walnüsse, die wertvolle Omega-3-Fettsäuren, darunter die alpha-Linolensäure und Polyphenole enthalten. Diese Inhaltsstoffe wirken oxidativem Stress und Entzündungen entgegen, die den geistigen Abbau im Alter fördern. Des Weiteren nahmen die Probanden zu Beginn und am Ende der Studie an neuropsychologischen Tests teil. Bei über 100 Probanden aus Barcelona untersuchten die Wissenschaftler zusätzlich Struktur und Funktion des Gehirns. Dazu nutzten sie funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), die häufig in der Hirnforschung eingesetzt wird. Bei gesunden älteren Erwachsenen hatte der Walnusskonsum nur geringe Auswirkungen auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Merkfähigkeit. Allerdings entwickelte kein Teilnehmer im Laufe des Studienzeitraumes von zwei Jahren eine klinisch relevante Beeinträchtigung des Gehirns. Bei Risikogruppen scheint der Nussverzehr den altersbedingten geistigen Abbau zu verzögern. Es profitierten in erster Linie Menschen, die mehr geraucht und zu Studienbeginn schlechtere neuropsychologische Testergebnisse hatten. Zudem war diese Gruppe geringer mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren wie alpha-Linolensäure versorgt. Die Wissenschaftler geben im Fachjournal „American Journal of Clinical Nutrition“ zu bedenken, dass die Resultate noch in weiteren Studien bestätigt werden müssen. Denn zwei Jahre sind eine relativ kurze Zeitspanne, um kognitive Veränderungen nach einer Ernährungsumstellung zu erkennen. Der Fokus sollte insbesondere auf benachteiligten Bevölkerungsgruppen liegen, die vermutlich den größten Nutzen aus dem Verzehr von Walnüssen und anderen Nüssen ziehen können. Übrigens: Auch die Planetary Health Diet sieht in ihrem allgemeingültigen Referenzrahmen für eine gesunde und umweltgerechte Ernährungsweise eine tägliche Aufnahme von 50 Gramm Nüssen vor. Heike Kreutz, www.bzfe.de, BZfE-Newsletter Nr. 5 vom 5. Februar 2020

Das Comeback des Filterkaffees, Pour Over – Kaffee ganz ohne Druck!

(BZfE) – Der klassische Filterkaffee hatte in den vergangenen Jahren ein eher „abgestandenes“ Image. Aber er kommt zurück. Marktkenner sehen den Zenit der großen Bandbreite an Kaffeespezialitäten auf Espressobasis als überschritten an. Coffeeshops nehmen den Klassiker wieder ins Angebot. Auf der Beliebtheitsskala der Deutschen hatte er ohnehin nie seinen Spitzenplatz verloren. Natürlich braucht das Kind einen neuen Namen: im Coffeeshop heißt er Slow Coffee oder Pour Over Coffee. Was nichts anderes bedeutet, als Kaffeepulver langsam durch Übergießen mit heißem Wasser zu höchster aromatischer Entfaltung zu bringen. Das geht mit einem Permanentfilter aus Edelstahl oder eben mit einem Filterhalter und Filterpapier. Das Filterpapier sollte zunächst mit warmem Wasser übergossen werden. Das vermindert den möglicherweise auftretenden Papiergeschmack und verbessert die Durchlässigkeit der Filterporen. Die Kaffeebohnen sollten in einem mittleren Grad gemahlen sein. Das Kaffeepulver wird zunächst nur angegossen. Dieser Mischung gibt man etwas Zeit zum Quellen. Alsdann übergießt man den Kaffee mit dem heißen Wasser kontinuierlich mit kreisenden Bewegungen. Die ganze Prozedur sollte drei bis vier Minuten dauern. Entscheidend ist nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die Temperatur: ideal ist zwischen 92 und 96 Grad Celsius. Kochendes Wasser macht den Kaffee bitter, kälteres Wasser lässt ihn sauer schmecken. Auch die Dosierung ist wichtig, als Faustregel gelten 60 Gramm Kaffeepulver pro Liter Wasser. Und frisch gemahlen, schmeckt der Kaffee natürlich am besten. Übrigens, die in Kaffee enthaltenen Diterpene Cafestol und Kahweol sollen den Spiegel des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut erhöhen. Im engmaschigen Papierfilter bleiben diese hängen. Für Menschen mit schlechten Cholesterinwerten könnte das interessant sein und Filterkaffee vielleicht die bessere Wahl. Von Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de, BZfE-Newsletter Nr. 32 vom 7. August 2019

Am 6. März 2019 beginnt die 18. After-Faschings-Party:-)

Seit 18. Jahren zelebriere ich selbst die After-Faschings-Party. Sie ist ganz einfach umzusetzen und es funktioniert hervorragend!

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Gesunde Ernährung

Ab 8. Oktober 2018 gibt es die 15. After-Wiesn-Party:-)

Fangen Sie doch am 8.Oktober mit der Downsizing-Wiesn an - für 23 Tage!

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Am 14. Februar 2018 beginnt die 17. After-Faschings-Party:-)

Seit 17. Jahren zelebriere ich selbst die After-Faschings-Party. Sie ist ganz einfach umzusetzen und es funktioniert hervorragend!

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Gesunde Ernährung

Ab 4. Oktober 2017 gibt es die 14. After-Wiesn-Party:-)

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Neurologie: Mehrere US-Studien zeigen, dass der Sport dem Gehirn nützt!

Besonders Ausdauertraining verändert den Hippocampus positiv. Im Hippocampus fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme (räumliche Orientierung, Gedächtnis und Lernen) zusammen, die verarbeitet und von dort zum Cortex zurückgesandt werden. Damit ist er enorm wichtig um neue Blutgefäße, Nervenzellen zu bilden und für die Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Durch moderate Bewegung bekommen Sie ihren Kopf wieder frei!

Die heilende Wirkung des Kurzzeit-Fastens!

Auf das karnevalistische Treiben folgt bekanntlich die Fastenzeit. Laut katholischer Auffassung soll die 46 Tage dauernde Nahrungskarenz bis Ostern der Buße und Besinnung dienen. Obwohl die religiöse Bedeutung immer seltener ein Leitmotiv ist, hat das Heilpotential des Fasten in Wissenschaft, Medizin und Therapie seit zwei Jahrzehnten Hochkonjunktur. Denn Fasten ist teil unseres evolutionären Erbes. Schon immer war Homo sapiens einer fluktuierenden Nahrungsverfügbarkeit ausgesetzt. Vor Beginn von Ackerbau und Viehzucht vor zirka 10.000 Jahren haben wir gegessen, was Mutter Natur so her gab. Und das war je nach Jahreszeit mal mehr mal weniger. Kritische Stimmen unterstellen der reinen Kalorienreduktion allerdings ein Verlust an Muskelmasse und die Förderung des berühmten Jojo-Effekts. Ist Fasten also Hokuspokus, an dem sich Naturmediziner, Heilpraktiker und Ernährungsberater nur eine goldene Nase verdienen wollen? Oder ist Fasten sogar gesundheitsförderlich?

Die Nulldiät ist Out – einzelne Fastentage sind total In! Laut Definition der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V. ist Fasten der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel. Menschen, die präventiv etwas für ihre Gesundheit tun möchten, empfiehlt die Gesellschaft ein Kurzzeitfasten von 5 bis 10 Tagen. Als therapeutische Massnahme sollten es mindestens 10 bis 21 Tage sein und im Idealfall unter ärztlicher Kontrolle mit zusätzlicher Bewegungs- und Entspannungstherapie stattfinden. Die traditionelle Nulldiät wurde inzwischen allerdings durch modifizierte Fastenkonzepte ersetzt. Um nicht Gefahr zu laufen, wertvolles Muskelprotein in der hepatischen Glukoneogenese zu „verbrennen“, wird die tägliche Energieaufnahme durch nährstoffhaltige Getränke zwischen 200 und 500 Kilokalorien ergänzt. Ein solches Konzept verfolgt auch die Buchinger Klinik in Bad Pyrmont. Otto Buchinger erkannte bereits 1920, daß chronische Krankheiten durch Fasten geheilt oder zumindest gelindert werden können.

Ketone sichern das Überleben und wirken antientzündlich! Zum Thema Fasten als medizinische Intervention liegen inzwischen eine Vielzahl von Untersuchungen vor, die das präventivmedizinische und therapeutische Potenzial belegen. So kann Heilfasten nicht nur nachhaltige Effekte beim Abbau von Übergewicht erzielen, sondern auch anti-inflammatorische Wirkungen entfalten, den Bluthochdruck senken und das metabolische Syndrom verbessern. Offenbar führt gerade bei übergewichtigen Menschen mit exzessivem Essverhalten das Fasten zu einer Unterbrechung regider Verzehrmustern. Aber viel wichtiger: Fasten fördert die Ketose, also den Abbau von gespeicherten Fettsäuren zur Bildung von Ketonkörpern in der Leber. Ketone wirken sowohl im Darm als auch im Gehirn nachweislich antientzündlich. Und da das Gehirn (besser gesagt die Neuronen) Ketone als Energieträger lieben, ist Fasten die logische Konsequenz gegen neuroinflammatorische Erkrankungen wie Depressionen, Multiple Sklerose, Schizophrenie und viele andere. Ketonkörper haben seit jeher unser Überleben in Dürre- und Winterzeiten gesichert. Mit Hilfe von Ketonen können Menschen bis zu 30 Tagen ohne jegliche Nahrungsaufnahme auskommen, Königspinguine sogar bis zu 5 Monate. Durch den grenzenlosen Energieüberfluss der letzten Jahrzehnte, sind die Ketone immer mehr in den Hintergrund gerückt. Kein Wunder, dass Fasten und die damit verbundene Ketose in der Krebstherapie erfolgreich Einzug gehalten haben.

Am 1. März 2017 beginnt die 16. After-Faschings-Party:-)

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Gesunde Ernährung

Fleisch ist mein Gemüse: Sind gesättigte Fette so schlecht wie ihr Ruf?

Seit langem eilt den gesättigten Fettsäuren ein schlechter Ruf voraus. Ein zu hoher Konsum sei unter anderem Schuld an koronarer Herzerkrankungen (immer noch die Todesursache Nummer 1!), so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Tatsächlich konsumiert der Deutsche wesentlich mehr gesättigte Fettsäuren als die DGE sich das wünscht. In ihren Richtlinien empfiehlt sie einen Anteil von höchstens 7-10% an der Gesamtenergiezufuhr. Hauptverdächtige sollen insbesondere die Fette aus Lebensmitteln tierischer Herkunft sein, wie z.B. Butter, Sahne oder Fleisch. Doch sollte ein saftiges Rumpsteak mit einem fetten Stück Kräuterbutter obenauf gleich ein schlechtes Gewissen verursachen?

Die DGE ist sich sicher: Gesättigte Fette sind (Mit-)Verursacher von Herzkrankheiten!

Neue Studienergebnisse stellen diese Volksweisheit infrage: In einer Untersuchung an einer norwegischen Universität nahmen 46 übergewichtige Männer (BMI > 29, Bauchumfang > 98cm) an einer 12-wöchigen Diät teil. Die Forscher unterteilten die Probanden in zwei Gruppen. Während der Eiweißanteil bei beiden Gruppen gleich war (19%), nahm die Very-High-Fat-Low-Carb-Gruppe (VHFLC) 73% der Gesamtkalorien über Fette zu sich, die Low-Fat-High-Carb-Gruppe (LFHC) 30%. Die zugeführte Gesamtenergiemenge war in beiden Gruppen gleich. Jeweils die Hälfte der konsumierten Fettsäuren waren gesättigt. Bei der Auswahl der Lebensmittel wurde auf eine möglichst geringe Verarbeitung und Gehalt an zugefügtem Zucker geachtet, sowie eine insgesamt hohe Qualität der Produkte.

Müssen gesättigte Fettsäuren rehabilitiert werden? Liegt es nicht doch an der Qualität?

Nach Ablauf der zwölf Wochen waren Bauchumfang, Fettmasse und Körpergewicht in beiden Gruppen deutlich und in etwa gleichem Maße reduziert. Interessant waren die Ergebnisse in Bezug auf die Veränderungen der Blutfettwerte in der VHFLC-Gruppe: Die Menge an Triglyzeriden sank deutlich, während sowohl beim Gesamtcholesterin als auch beim vermeintlich „lausigen“ Low-density Lipoprotein (LDL- Cholesterin) sich überhaupt nichts änderte – ganz im Gegensatz zu den öffentlichen Empfehlungen! Allerdings: Interessanterweise stieg das „hilfreiche“ High-density Lipoprotein (HDL-Cholesterin) an, was bei der LFHC-Gruppe nicht der Fall war. Die Niedrig-Fett-Hoch-Kohlenhydrat-Gruppe konnte zwar auch Gesamtcholesterin und LDL senken, jedoch bei gleichbleibendem HDL. Ottar Nygard, Leiter der Studie, bringt die Ergebnisse auf den Punkt: „Die meisten gesunden Menschen vertragen offenbar eine hohe Menge an gesättigten Fettsäuren, solange dessen Qualität gut und die Gesamtenergiezufuhr nicht zu hoch ist.“ Hat Nygard also recht? Omega 3-Fettsäuren sind seit langem als gesundheitsförderlich anerkannt. Wie die aktuelle Studie beweist, scheinen auch die gesättigten Fette nicht so böse zu sein, wie sie immer dargestellt werden. Der springende Punkt: „Die Wahl qualitativ hochwertiger Lebensmittel“, wie Nygard betont. Gegen ein Steak aus Weidehaltung spricht also wenig, solange das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung stammt!

Quellen: Veum, V.L., Laupsa-Borge, J., Eng, O. et al. (2016). Visceral adiposity and metabolic syndrome after very high-fat and low-fat isocaloric diets: a randomized controlled trial. In: American Journal of Clinical Nutrition. https://www.dge.de/presse/pm/dge-empfiehlt-auf-fettmenge-und-qualitaet-achten/https://www.dge.de/presse/pm/dge-empfiehlt-auf-fettmenge-und-qualitaet-achten/

Ab 4. Oktober 2016 gibt es die dreizente After-Wiesn-Party:-)

Fangen Sie doch am 4.Oktober mit der Downsizing-Wiesn an - für 23 Tage!

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Ernährung

September 2016, Zeitschrift „Current Biologyy: Effektiver lernen: Erst büffeln, dann sporteln"

Um Gelerntes besser zu behalten vier Stunden nach nach dem Hirntraining eine kleine Sporteinheit einzulegen...

Juni 2016, Zeitschrift „Journal of Allergy and Clinical Immunology: Sport besitzt eine entzündungshemmende Wirkung"

In einer großangelegten Studie über die Effekte von Sport auf das menschliche Immunsystem haben Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln (Klinik I für Innere Medizin) gezeigt, dass Sport eine entzündungshemmende Wirkung besitzt. Die Kölner Forscher konnten nachweisen, dass intensive, regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen, den sogenannten regulatorischen T-Zellen führt. Im Rahmen der Studie untersuchten sie Blutproben von jungen Eliteathleten – unter anderem auch der deutschen Hockey-Olympiamannschaft – und verglichen diese mit Proben von jungen und gesunden, aber untrainierten Probanden. Die Analyse der Daten ergab, dass die Frequenz der regulatorischen T-Zellen in Abhängigkeit von der körperlichen Fitness der Probanden zunahm. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass körperliche Aktivität durch eine Steigerung regulatorischer T-Zellen entzündungshemmende Effekte erzielt. Viele Erkrankungen in den Industrieländern, wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes, entstehen unter anderem infolge chronischer Entzündungsprozesse. Seit längerem ist bekannt, dass körperliche Inaktivität und Übergewicht chronische Entzündungsprozesse fördern. Ein gesunder Lebensstil mit sportlicher Betätigung wirkt hingegen vorbeugend. Die dem zugrunde liegenden biologischen Mechanismen sind bisher nur teilweise bekannt. Die Forschungsergebnisse der Studie tragen daher entscheidend zum Verständnis der positiven Effekte körperlicher Aktivität für die Gesundheit des Menschen bei.

aid-Newsletter Nr. 15 vom 13. April 2016: Übergewicht bei Kindern in Europa, Italien ist Spitzenreiter

(aid) – In Italien sind Kinder ab einem Alter von drei Jahren deutlich häufiger übergewichtig als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das ist ein Resultat der europäischen IDEFICS-Studie zur Identifizierung und Prävention gesundheitlicher Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil bei Kindern. In Deutschland waren das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) und die Universität Bremen beteiligt. Knapp 7.700 Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von elf Jahren begleitet. Sie stammten aus sieben europäischen Ländern: Deutschland, Italien, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Zypern. Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich der Körpermassenindex (BMI) der jungen Probanden im Laufe der Kindheit verändert und welche Faktoren Einfluss auf das Körpergewicht haben. Beispiele waren der BMI der Mutter, Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, der Bildungsstatus der Eltern und die Stilldauer. Der BMI gibt das Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum Quadrat) an. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist. Wenn der BMI den Wert 25 überschreitet, spricht man von Übergewicht. Dieser feste Wert ist zwar umstritten, gibt aber eine Tendenz wider. Ab einem BMI von größer 30 spricht man von Fettleibigkeit. Ab einem Lebensalter von drei Jahren gab es von Land zu Land große Unterschiede im Anteil der übergewichtigen und fettleibigen Kinder. In Italien lag er bei einem Spitzenwert von 50 Prozent, gefolgt von Zypern (29,8 %) und Spanien (25,6 %). In Ungarn hatten 19 Prozent und in Deutschland knapp 18 Prozent der Kinder ein zu hohes Körpergewicht. In Schweden (12,3 %) und Belgien (9,7 %) waren die Werte am niedrigsten. Im Alter von elf Jahren hatte der mittlere BMI italienischer Kinder bei den Jungen einen Wert von 22,3 und bei Mädchen von 22,0 erreicht. In den anderen Ländern bewegte er sich zwischen 18,4 und 20,3 bei Jungen und 18,2 bis 20,3 bei Mädchen. Der wichtigste Einflussfaktor war der BMI der Mutter - vor allem in Italien, stellten die Wissenschaftler fest. Die italienischen Mütter und Väter brachten im europäischen Vergleich auch durchschnittlich die meisten Pfunde auf die Waage. Zudem zeigte sich, dass das Geburtsgewicht des Kindes mit der Gewichtszunahme der Mutter in der Schwangerschaft in Zusammenhang stand. Insgesamt konnten frühkindliche Faktoren aber nur einen kleinen Teil der Unterschiede im Körpergewicht erklären. Vermutlich spielen neben genetischen Aspekten Änderungen in der körperlichen Aktivität und im Ernährungsverhalten eine Rolle, die sich je nach Land unterscheiden. Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 6 vom 10. Februar 2016: Diäten und Jo-Jo-Effekt

(aid) - Schnelle, gut sichtbare Erfolge motivieren bekanntermaßen. Auch beim Abnehmen. Für all jene, die ihr Gewicht reduzieren wollen, sind radikale Diäten daher eine große Verlockung. Jedoch die Empfehlungen und Leitlinien von Fachgesellschaften in aller Welt warnen: Wer rasant abspeckt, nimmt durch den gefürchteten Jo-Jo-Effekt auch schnell wieder zu. Diese weit verbreitete These wird in jüngster Zeit jedoch vermehrt kritisch hinterfragt. Die aktuelle Studienlage haben Professor Anja Bosy-Westphal (Institut für Ernährungsmedizin, Universität Hohenheim) und Professor Manfred James Müller (Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) in einem Artikel der Fachzeitschrift Adipositas (4-2015) zusammengefasst. Dabei kommen die beiden Autoren zu dem Ergebnis, dass der propagierte unmittelbare oder langfristige Erfolg einer langsamen Gewichtsabnahme wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert sei. Neuere Studien belegten vielmehr, dass der Jo-Jo-Effekt unabhängig vom Tempo der Diät ist. Die beiden Wissenschaftler weisen zugleich auf ungünstige gesundheitliche Auswirkungen einer überproportional schnellen Gewichtsabnahme hin. Sie sei mit einem erhöhten Risiko für Gallenblasenentzündung und Gallenkoliken verbunden und gehe außerdem in der Regel mit einem vermehrten Verlust an Magermasse einher (das ist die fettfreie Körpermasse). Und das wiederum ist ein Risiko für eine erneute Gewichtszunahme. Die bislang weitgehend anerkannte Faustregel, wonach ein Energiedefizit von 3500 Kilokalorien pro Woche zu einer Gewichtsabnahme von 0,5 Kilogramm führt, ist im Einzelfall sehr ungenau, so die Ernährungswissenschaftler. Das optimale Abnehmtempo - ein "gesundes Energiedefizit" - könne mit Hilfe von mathematischen Modellen individuell berechnet werden. Sie berücksichtigen unter anderem Faktoren wie Alter und Größe, Gewicht und Anteil der Fettmasse, körperliche Aktivitäten, Energie- und Salzaufnahme. Auch zur Kontrolle einer Diät böten sich diese Modelle an. E.Neumann, www.aid.de

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Gesunde Ernährung

aid-Newsletter Nr. 45 vom 4. November 2015: Obst und Gemüse hält das Herz fit

(aid) - Wer als junger Erwachsener viel Obst und Gemüse isst, hat im späteren Alter ein geringeres Risiko für Arteriosklerose und Herzerkrankungen. Das lässt eine US-amerikanische Studie mit mehr als 2.500 Probanden vermuten, die bei Untersuchungsstart 18 bis 30 Jahre alt waren. Sie machten zu Studienbeginn und nach 20 Jahren Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Während des gesamten Untersuchungszeitraums wurden die Probanden medizinisch begleitet. Anhand von Blutproben bestimmten die Wissenschaftler unter anderem Fett- und Cholesterinwerte sowie bestimmte Marker für Arteriosklerose. Junge Erwachsene, die am meisten Obst und Gemüse aßen (7 bis 9 Portionen täglich), hatten nach 20 Jahren ein um 25 Prozent geringeres Risiko für Arteriosklerose im Vergleich zu Personen mit dem geringsten Verzehr (2 bis 4 Portionen täglich). Der Zusammenhang war unabhängig vom Körpermassenindex (BMI), Rauchen, Alkohol, körperlicher Bewegung, Einkommen sowie Bildungsstatus und für Frauen stärker als für Männer. Die Wissenschaftler geben jedoch bei den Rückschlüssen zu bedenken, dass ein hoher Obst- und Gemüseverzehr mit einer generell gesünderen Ernährungsweise in Verbindung stand - mehr Fisch, aber weniger Salz, raffinierte Kohlenhydrate und Fastfood. Sie schließen daher nicht aus, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch dadurch beeinflusst wurde. Die Studienergebnisse haben nach Ansicht der Wissenschaftler aber gezeigt, wie wichtig ein gesunder Lebensstil bereits in jungen Jahren für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Arteriosklerose beginnt meist schon früh im Leben mit unbemerkten Veränderungen der Blutgefäße. An winzigen Risse und Verletzungen der Gefäß-Innenwände können sich Fett und Cholesterin ablagern können. Weiße Blutkörperchen fressen die Ablagerungen und sind dadurch prall gefüllt. Wenn andere Blutbestandteile an ihnen hängen bleiben, bilden sich Plaques. Es kommen Verkalkungen hinzu, die Arterienwände werden starr und die Gefäße enger. Durch einen hohen Obst- und Gemüseverzehr wird der Körper mit Vitaminen und anderen Mikronährstoffen versorgt, die schädliche Radikale abfangen und dadurch Arteriosklerose entgegenwirken. Zudem verringert sich der Blutdruck und die Blutfettwerte verbessern sich. Alles unbestrittene Vorteile von Obst und Gemüse. Die Zusammenhänge sollen aber weiter erforscht werden. Heike Kreutz, www.aid.de

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Ernährung



Oktober 2015: Joggen ist gut für die Gelenke

Joggen schadet den Gelenken - kaum ein Sportmythos hält sich so hartnäckig wie dieser. Caroline Werkmeister, ärztliche Leiterin am Kompetenzzentrum für Sport- und Bewegungsmedizin am Universätsklinikum Hamburg-Eppendorf, entkräftet dieses Vorurteil: Der Knorpel selbst sei nicht durchblutet. Deshalb halten ihn Stoffe aus der Gelenkflüssigkeit vital und das geht am besten, wenn es eine Mischung aus Druck und Entlastung gibt, wie beim Joggen.

aid-Newsletter Nr. 37 vom 9. September 2015: Fleisch ja oder nein?

(aid) - Steigert der Verzehr von rotem Fleisch das Risiko, an Krebserkrankungen des Dick- oder Mastdarms (KRK) zu erkranken? Diese Frage diskutieren Wissenschaftler, Mediziner und Interessenverbände seit Jahren intensiv und kontrovers. Den aktuellen Stand der Forschung dazu stellt die aid-Fachzeitschrift Ernährung im Fokus in ihrer neuen Ausgabe in einem umfangreichen Artikel vor. Das Autorenteam um Professor Andreas Hahn aus Hannover hat eine Vielzahl internationaler Studien aus den vergangenen rund 15 Jahren zusammengetragen und bewertet. Ihr Fazit: "Betrachtet man die Datenlage insgesamt, so gibt es wenig Hinweise, dass der mäßige Verzehr (300 bis 600 Gramm pro Woche) von rotem, naturbelassenem Fleisch das Risiko, an KRK zu erkranken, erhöht." Neben der Verzehrmenge haben auch die Ernährung insgesamt sowie die Zubereitungsart des Fleisches Einfluss auf dessen gesundheitlichen Effekt. Der Verzehr von Fleischwaren sowie gegrilltem und scharf angebratenem Fleisch sollte eingeschränkt und durch Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte und Nüsse ergänzt werden.

Bethesda (pte/17.08.2015/06:00) Diät: Weniger Fett besser als weniger Kohlenhydrate

, Das Reduzieren von Fett in der Ernährung führt zu größerer Gewichtsabnahme als der Verzicht auf Kohlenhydrate, wie die National Institutes of Health http://nih.gov ermittelt haben. Das Team um Kevin Hall analysierte Daten gesteuerter Diäten genau - jede Nahrungsaufnahme, jede Minute, in der Sport betrieben wurde und auch jeden Atemzug der Teilnehmer. Bisheriges Modell unzureichend! Beide Diäten, also der Verzicht auf Fett und der Verzicht auf Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker, führten zur Gewichtsabnahme. Mehr Kilos purzelten hingegen beim Verzicht auf Fett. Bisher wurde immer wieder argumentiert, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate die beste Möglichkeit sei, die Schwimmreifen um die Mitte loszuwerden, da dadurch der Stoffwechsel des Körpers verändert werde. Bei diesem Ansatz wird davon ausgegangen, dass weniger Kohlenhydrate zu geringeren Insulinwerten führen, was dann dazu führt, dass Fettzellen aus den Speichern des Körpers abgebaut wird. Laut Forschungsleiter Hall vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases http://niddk.nih.gov ist dieser Ansatz richtig. Der Experte betont jedoch, dass mehr Körperfett verschwindet, wenn man auf fetthaltiges Essen verzichtet. 245 Gramm versus 463 Gramm! Laut den in "Cell Metabolism" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Verzicht auf Kohlenhydrate nicht so viel bringen wie bisher angenommen. Im Rahmen der Studie nahmen 19 fettleibige Personen anfangs pro Tag 2.700 Kalorien zu sich. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden Diäten getestet, bei denen die Kalorienzufuhr um ein Drittel verringert wurde. Das geschah entweder durch die Reduzierung von Kohlenhydraten oder Fett. Die Experten analysierten die Mengen an Sauerstoff und Kohlendioxid, die ausgeatmet wurden, sowie die Menge an Stickstoff im Urin. Damit sollten die chemischen Vorgänge im Körper genau berechnet werden. Nach sechs Tagen zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die auf Fett verzichteten, 463 Gramm Körperfett verloren hatten und damit 80 Prozent mehr als diejenigen, die Kohlenhydrate wegließen. Bei ihnen lag dieser Wert bei 245 Gramm. Laut Hall gab es keinen stoffwechselbedingten Grund, sich für eine Diät mit wenig Kohlenhydraten zu entscheiden. Die Studie legt jedoch auch nahe, dass im Alltag, wenn die Ernährung weniger strikt kontrolliert wird, mehr Gewichtsverlust durch den Verzicht auf Kohlenhydrate zu erzielen sein könnte. Laut Hall sollte sich jeder, der abnehmen will, für jene Diät entscheiden, die leichter auf Dauer beizubehalten ist. Entscheide man sich jedoch für eine Ernährung mit weniger Fett, bringe das keine Nachteile für den Stoffwechsel.

Süddeutsche Zeitung Juli 2015: Aufrecht für das Herz - Wer öfter steht, lebt gesünder

(SZ) - Gesundheit kann anstrengend sein. Entschleunigung, ausreichend Ruhepausen und die richtige Balance zwischen Arbeit und dem restlichen Leben finden. Aber zu viel Entspannung darf es auch wieder nicht sein, zumindest nicht im Sitzen. Sitzen ist das neue Rauchen und kann ziemlich gefährlich werden. Siehe Australische Ärzte im European Heart Journal.

Mehr unter - European Heart Journal

aid-Newsletter Nr. 23 vom 3. Juni 2015: Ernährungsempfehlungen neu denken - 'Einfach' und 'weniger' ist mehr

(aid) - "Essen Sie weniger, bewegen Sie sich mehr und essen sie reichlich Obst und Gemüse". So einfach fasst Marion Nestle, US-amerikanische Professorin für Ernährung und Public Health, die Grundprinzipien eines gesunden Lebensstils zusammen. Ihre Aussage steht sinnbildlich für die Forderung nach einfachen und erreichbaren Faustregeln für eine gesunde Ernährung statt komplexer Vorgaben. www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 19 vom 6. Mai 2015: Pro und contra Steinzeitdiät, Paleo - der neue Ernährungstrend

(aid) - Kein Getreide, keine Milchprodukte und Zucker, dafür viel Obst, Gemüse und mageres Fleisch - die Steinzeitdiät "Paleo" ist ein neuer Ernährungstrend, der sich am Speiseplan unserer Vorfahren orientiert. Das Thema wird immer häufiger in Internetforen, Kochbüchern und Seminaren aufgegriffen. Auch wenn die Ernährungsform viele positive Aspekte hat, wird sie von Experten kritisch gesehen. In der Altsteinzeit aßen die Jäger und Sammler vermutlich erheblich mehr Eiweiß, aber weniger Fett und Kohlenhydrate. Der Energiebedarf wurde in erster Linie durch mageres Fleisch, frisches Obst und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte gedeckt. Paleo-Köche verwenden hochwertige Öle, Honig, Eier, Nüsse, Samen und würzen mit frischen Kräutern. Das Salzen der Speisen wird auf ein Minimum reduziert. Die Einführung des Ackerbaus vor rund 10.000 Jahren hat die Lebensmittelauswahl stark erweitert. Auf diese Produkte soll in der Paleo-Ernährung verzichtet werden: Getreideprodukte wie Reis, Mais sowie Vollkorn von Weizen, Roggen oder Gerste, aber auch daraus hergestellte Nudeln, Mehl und Müsli. Zudem sollen Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Soja und stark verarbeitete Lebensmittel wie Zucker gemieden werden. Eine Steinzeit-Diät hat durchaus Vorteile: Der reichliche Verzehr von Obst und Gemüse versorgt den Körper mit Mineralstoffen, Ballaststoffen und Vitaminen. Fisch und mageres Fleisch liefern wertvolles Eiweiß und auch der Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Zucker ist positiv zu bewerten. Qualität und Nachhaltigkeit haben in der Lebensmittelauswahl einen hohen Stellenwert. Durch die Ernährungsumstellung soll das Wohlbefinden steigen und Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes vorgebeugt werden. So weit, so gut. Doch mit den Getreideprodukten fehlen auch wichtige Mineral- und Ballaststoffe. Milchprodukte liefern wertvolles Kalzium, das der Körper bei einem Verzicht aus anderen Quellen beziehen muss. Zudem ist noch nicht klar, wie sich der hohe Eiweißkonsum langfristig auf die Funktion von Niere und Leber auswirkt. Bei der heutigen Vollwertkost liegt der Proteinanteil bei ungefähr 20 Prozent der Gesamtenergie, die Paleo-Diät empfiehlt 32 bis 37 Prozent. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es unsicher bleibt, wie die Ernährung der Steinzeitmenschen tatsächlich aussah. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Lebensmittelpalette eingeschränkt wird, desto schwieriger wird es, dem Körper alle Nährstoffe in ausreichender Menge zu bieten. Wer die Paleo-Kost ausprobieren möchte, sollte einen guten Ernährungsplan aufstellen, damit eine ausreichende Nährstoffzufuhr gesichert ist. Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 18 vom 29. April 2015: So kann Ernährung im Jahr 2030 aussehen

(aid) - Die meisten Menschen sind aufgeschlossen gegenüber zukünftigen Entwicklungen: Viele befürworten eine gesunde Ernährungsweise in einer werteorientierten Gesellschaft, die gleichzeitig Ressourcen schont. Das zeigt die Nestlé Zukunftsstudie "Wie is(s)t Deutschland 2030?". Zunächst wurde ein Expertenworkshop durchgeführt, in dem Trendforscher, Ernährungswissenschaftler und Köche fünf Zukunftsszenarien der Ernährung entwickelten. Anschließend diskutierten kreative Verbraucher diese Visionen, bevor im dritten Teil in einer Umfrage mit 1.000 Teilnehmern die Haltung der Konsumenten ermittelt wurde. Das beliebteste Szenario ist demnach eine gesunde und nachhaltige Ernährung, die zum Ausdruck des persönlichen Lebensstils und der Weltanschauung wird. Regionales und Bio-Produkte sind besonders gefragt. Die Verbraucher können sich sogar vorstellen, Insekten und Algen zu essen, die einen hohen Eiweißgehalt aufweisen. Die zweite Vision ist eine Ernährung zur Selbstoptimierung. Nahrungsmittel sind auf den individuellen Bedarf abgestimmt und erhöhen dadurch die Leistungsfähigkeit. Es ist denkbar, dass Restaurants ein Gesundheitsprofil des Gastes erhalten und daraufhin ein individuell abgestimmtes Menü zubereiten. Im dritten Szenario bevorzugen die Menschen in 15 Jahren eine ausgewogene und gesundheitsbezogene Ernährung, reflektiert und eigenverantwortlich. Es gibt Gesundheitsapps und gezielte Informationen im Internet. Selbst Fertiggerichte für Zuhause sind von hoher Qualität. In Szenario 4 wird das gemeinsame Essen zum Event. Das Essen wird mit Familie und Freunden zu Hause und in Städten gerne in angemieteten Großküchen zubereitet. Nahrungsmittel werden häufiger im Internet eingekauft. Das letzte Szenario beschreibt das einfache Sattwerden im virtuellen Umfeld. Es ist in erster Linie wichtig, den täglichen Kalorienbedarf zu decken. Gekocht wird selten, Fertiggerichte und Mikrowelle stehen hoch im Kurs. Viele Menschen fürchten bei dieser Vision, dass der Genuss und der soziale Kontakt in der Gesellschaft verloren gehen. Die Experten teilen die Verbraucher in drei Gruppen ein: Die Zukunftsgestalter (insgesamt 12 %). sind 40 bis 59 Jahre alt, eher weiblich und höher gebildet Sie sind schon heute offen gegenüber mindestens einer der verschiedenen Zukunftsvisionen. Dagegen sind die Traditionalisten (20 %) eher männlich, weniger gut gebildet und über 50 Jahre alt. Sie halten an traditionellen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten fest. Dazwischen stehen die Zukunftsbegleiter mit dem größten Anteil von 68 Prozent. Heike Kreutz, www.aid.de

aid-Newsletter Nr. 15 vom 8. April 2015

(aid) - Im Frühling bereichern Kräuter den Speiseplan. Kerbel ist eine der ersten frischen Gewürzpflanzen im Jahr und schmeckt wie eine Mischung aus Petersilie, Fenchel und Anis. Das beliebte Küchenkraut gibt Suppen und Salaten, Risotto, Fisch, zartem Geflügel und Eierspeisen eine besondere Note. Wie wäre es mit Möhren-Kerbel-Nudeln oder einer Kerbelcremesuppe? Das Gewürz kann gut mit anderen Kräutern kombiniert werden. Kerbel ist neben Pimpinelle, Schnittlauch, Petersilie, Borretsch, Sauerampfer und Kresse ein typischer Bestandteil für die "Frankfurter Grüne Soße", die zu hartgekochten Eiern und Kartoffeln gereicht wird. Bereits die Römer nutzten Kerbel als Gewürz und Heilmittel. Die Pflanze ist reich an ätherischen Ölen, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Sie soll blutreinigend wirken und bei Frühjahrsmüdigkeit, Magenverstimmungen sowie Appetitmangel helfen. Kerbel ( Anthriscus cerefolium ) ist eine einjährige Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört und ursprünglich aus Südeuropa stammt. Die gefiederten Blätter erinnern auf den ersten Blick an Petersilie. Sie sind sehr empfindlich und sollten daher erst kurz vor der Verwendung klein geschnitten werden. Am besten gibt man das gehackte Grün zum Ende der Garzeit hinzu oder streut es über das fertige Gericht, damit das feine Aroma erhalten bleibt. Für den Geschmack gilt: Je frischer, desto besser. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen hält sich das Kraut aber wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Ganz einfach können Käuterliebhaber Kerbel im eigenen Garten, auf dem Balkon oder in einem Topf in der Küche anziehen. Die Pflanze bevorzugt einen nährstoffreichen, mäßig feuchten Boden und wächst sehr schnell. Die Ernte beginnt bereits acht Wochen nach der Aussaat.

März 2015: Sport verändert die Gene

Stockholm, anders als bisher vermutet verändert bereits eine kurze sportliche Betätigung die Erbgutstellen bestimmter Gene in Muskelzellen. Das könnte ein Grund dafür sein, warum Sport diversen Erkrankungen vorbeugt und zahlreiche Krebsarten positiv beeinflusst. Bisher nahmen Wissenschaftler an, dass das Methylierungsmuster von Erwachsenen relativ unveränderlich und stabil gegenüber nur kurzzeitig auftretender Umwelteinflüsse sei. Eine kürzlich im Fachmagazin “Cell Metabolism” veröffentlichte Studie unter schwedischer Leitung zeigte nun jedoch, dass sportliche Betätigung die epigenetischen Modifikationen der DNA in Muskelzellen innerhalb von Minuten beeinflussen kann. “Man weiß schon lange, dass Sport Veränderungen in der Muskulatur, einschließlich eines erhöhten Fett- und Zuckerstoffwechsels, hervorruft”, so Juleen Zierath, Studienleiterin am Karolinska Institutet in Stockholm.

Am 18. Februar 2015 beginnt die 14. After-Faschings-Party:-)

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Gesunde Ernährung



Cambridge (pte/16.01.2015/06:00) Der Mangel an körperlicher Bewegung könnte in Europa doppelt so viele Menschen töten wie Fettleibigkeit

, wie eine Studie der University of Cambridge http://cam.ac.uk ergeben hat. Daten aus zwölf Jahren von mehr als 300.000 Personen wurden ausgewertet. Laut den im "American Journal of Clinical Nutrition" http://ajcn.nutrition.org veröffentlichten Ergebnissen sind rund 676.000 Todesfälle jährlich auf Trägheit zurückzuführen. Übergewicht ist im Vergleich dazu für "nur" 337.000 Todesfälle verantwortlich. Es besteht ein hohes Risiko durch Trägheit. Laut Experten bringen bereits 20 Minuten schnelles Gehen pro Tag entscheidende Vorteile mit sich. Fettleibigkeit und Bewegungsmangel gehen nämlich häufig Hand in Hand. Es ist jedoch auch bekannt, dass schlanke Menschen durch Bewegungsmangel über ein höheres Gesundheitsrisiko verfügen. Stark übergewichtige Menschen, die Sport betreiben, sind jedoch auch gesünder als jene, die es nicht tun. Die aktuelle Untersuchung zielte darauf ab, die durch Bewegungsmangel und Fettleibigkeit entstehenden Gefahren zu untersuchen. Die Forscher begleiteten 334.161 Europäer zwölf Jahre lang. Beurteilt wurden das Ausmaß an sportlichen Aktivitäten und der Taillenumfang. Zusätzlich wurde jeder einzelne Todesfall aufgezeichnet. Das größte Risiko eines frühen Todes besteht bei jenen, die körperlich inaktiv sind, so Studienautor Ulf Ekelund. Das gelte für Menschen mit normalem Gewicht, Übergewichtige und Fettleibige gleichermaßen. Eine Beseitigung dieses Mangels in Europa würde die Sterbezahlen laut dem Wissenschaftler um fast 7,5 Prozent oder 676.000 Todesfälle verringern. Ein Ende der Fettleibigkeit würde jedoch nur zu 3,6 Prozent weniger Toten führen. Alles, was laut Ekelund nötig wäre, um bereits entscheidende Veränderungen herbeizuführen, wäre rasches Gehen. Dabei könne es sich um den Weg zur Arbeit oder einen Abendspaziergang handeln. Durch Bewegungsmangel und Fettleibigkeit verursachte Krankheiten sind etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Typ-2-Diabetes dagegen tritt bei fettleibigen Menschen öfter auf.



aid-Newsletter Nr. 2 vom 7. Januar 2015:

(aid) - Männer sind anders als Frauen - auch in Bezug auf Gesundheit und Ernährung. Die Gründe dafür sind vielschichtig, lautet das Fazit einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes am RKI hat in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt und Experten aus Wissenschaft und Praxis ausführliche Daten zur Männergesundheit zusammengetragen. Männer haben eine um fünf Jahre geringere, mittlere Lebenserwartung als Frauen. Die Ursache liegt vor allem in der größeren Anzahl an Sterbefällen unter 65 Jahren. Viele der Todesursachen können auf ein gesundheitliches Risikoverhalten zurückgeführt werden. So sind Männer häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen, für die Rauchen, Adipositas, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck Risikofaktoren sind. Im Gegensatz zu diesen Fakten bezeichnen Männer ihre Gesundheit häufiger als Frauen als "gut" oder "sehr gut". Die Wissenschaftler vermuten, dass sie weniger aufmerksam für Symptome sind und körperliche Veränderungen später thematisieren. Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit: Männer essen nicht nur mehr, sondern greifen auch gerne zu Fleisch und Wurstwaren und mögen es deftig. Ballaststoffreiche Lebensmittel stehen durchschnittlich seltener auf dem Speiseplan. Positiv ist jedoch, dass immerhin jeder zweite Mann täglich Obst isst, Gemüse kommt bei einem Drittel jeden Tag auf den Tisch. DIE "Männerernährung" gibt es aber nicht, denn auch Alter, sozioökonomische Lage und Herkunft haben einen großen Einfluss auf die Verzehrsgewohnheiten. Tendenziell beschäftigen sich Männer jedoch weniger intensiv mit dem Thema Ernährung. Sie kaufen seltener Lebensmittel ein und kochen auch seltener als Frauen. Eine zu energiereiche Ernährung und zu wenig körperliche Bewegung können jedoch zu Übergewicht führen: Derzeit sind zwei Drittel der Männer betroffen, obwohl ebenso viele sportlich aktiv sind. Bei den Frauen ist die Hälfte übergewichtig. In weiteren Studien sollen die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge von biologischen und soziokulturellen Einflussfaktoren auf die Gesundheit genauer erforscht werden.



Dezember 2014, Rheumatology International, Professorin Susanne Grässel, Uni Regensburg:

Sport lindert Knie-Arthrose: Regelmässiges Training erhöht die Konzentration des Wachstumsfaktors BDNF im Blut, der entzündliche Prozesse im Knie unterdrückt und so Schmerzen lindert.



Ab 6. Oktober 2014 gibt es die elfte After-Wiesn-Party:-)

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Ernährung



Am 5. März 2014 beginnt die 13. After-Faschings-Party:-)

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Ernährung